Wie die Regierung gute Riester-Verträge zur Strecke brachte

Private Altersvorsorge ist nötig. Dafür haben wechselnde Regierungen seit den Neunzigerjahren mit ihren Kürzungen der gesetzlichen Renten gesorgt. Staatliche Hilfe bei der privaten Altersvorsorge ist nützlich. Deshalb hat zum Beispiel die rot-grüne Bundesregierung Anfang des Jahrtausends die Riester-Verträge mit Förderung eingeführt.

 

Ende 2016 hat schließlich eine Kombination aus Niedrigzinsen und Regelunsinn der schwarz-roten Koalition jetzt auch die meisten Riester-Banksparpläne zur Strecke gebracht.

Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack. Denn gewinnen werden bei einer solchen Konstellation die Riester-Angebote der Konzerne, also die der großen Versicherer und Fondsgesellschaften. Verlieren werden außer den kleinen Volksbanken und Sparkassen vor allem Kunden, die sich bislang noch nicht um die Altersvorsorge gekümmert haben - aber um die Kunden und deren Altersvorsorge ging es in der Geschichte der Riester-Förderung ja ohnehin eher selten.

Wer noch nichts gemacht hat, sollte das Desaster zum Anlass nehmen, sich nach einer guten Alternative umzusehen.